Der Brautbecher

Dieser Brauch hat eine lange Tradition und Geschichte und stammt ursprünglich aus Nürnberg. Es ist ein Becher aus dem das Hochzeitspaar gleichzeitig trinkt. Dieser schöne Brauch symbolisiert Liebe, Treue, Harmonie und Hoffnung.

Brautbecher

Foto: Goldschmiedekunst – Brautbecher (Goslar) – Tamorlan

Doch wie kam es zu diesem Brauch? Anfang des 17. Jahrhunderts hatte ein sehr einflussreicher reicher Mann eine wunderschöne Tochter namens Kunigunde. Sie liebte einen jungen Goldschmied, doch der Vater war nicht einverstanden mit der Partnerschaft und ließ den Goldschmied einkerkern.

Kunigunde wurde krank vor Sehnsucht nach ihrem liebsten und so kam es, das der Vater ihn unter einer Bedingung frei ließ. Der junge Goldschmied sollte einen Becher fertigen aus dem zwei Menschen zur gleichen Zeit trinken konnten ohne einen Tropfen zu verschütten. Wenn er das schaffte durfte der junge Schmied Kunigunde zur Frau nehmen. Insgeheim war der Vater überzeugt, dass der junge Mann der Aufgabe nicht gewachsen sei. Doch der Schmied modellierte ein Abbild seiner Kunigunde, einen kelchförmigen Rock, einen Torso mit Armen die einen weiteren Becher hielten. So war es ein leichtes zu zweit aus diesem Becher zutrinken. Der reiche Vater musste sein Versprechen halten und so heiratete der junge Schmied seine Kunigunde.

Dieser Brautbecher oder auch Jungfernbecher ist noch heute ein aktueller Hochzeits-Brauch.

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